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Serie: "The view on things"

„Als Künstler will ich Dinge und Thematiken sichtbar machen, die für andere unsichtbar sind. Ein Perspektivenwechsel ist unverzichtbar, damit ein Umdenken stattfinden kann. “

 

Gedanken hinter der Serie: In der Serie „the view on things“ beschäftige ich mich mit der menschlichen Wahrnehmung. Kein Mensch nimmt seine Umwelt rein objektiv wahr – unser Blick auf die Welt ist immer geprägt durch eine Vielzahl von Einflussfaktoren. Diese wirken auf mehreren Ebenen: biologisch (z. B. hormonell), sozial (z. B. Erziehung), kognitiv (z. B. Wissen und Erfahrung) und motivbasiert – etwa durch persönliche Interessen, die unseren Fokus lenken. Unsere Wahrnehmung ist ein Produkt dieses Zusammenspiels – sie ist individuell, subjektiv und ständig im Wandel. Ein Gedanke, ein Gefühl, ein neuer Tag genügt, und die Welt erscheint uns anders.
Was wir sehen, wie wir fühlen, worauf wir reagieren – all das verändert sich, je nachdem, was wir erlebt haben, was wir glauben zu wissen oder wie wir uns gerade fühlen. Die Serie greift diese Dynamik auf: Sie zeigt, dass unser Blick auf die Umwelt kein statischer ist, sondern ein Prozess ständiger Neuverhandlung. Unsere „Wirklichkeit“ ist ein Spiegel unserer selbst.

Kommunikation mit dem Betrachter: Die Motive reichen von reliefartigen Bildern, die nur mithilfe von Licht und Schatten zur Geltung kommen, bis hin zu Überlagerungen, die den Betrachter/die Betrachterin fordern und zum Suchen anregen. 
Reliefbilder: Das Bildmotiv existiert nur 3-dimensional als eine Art Relief. Wenn der Betrachter den Ausstellungsraum betritt, wird er auf den ersten Blick nur schwarze und weiße Farbflächen erkennen können. Erst durch die weitere Auseinandersetzung mit den Werken und das nähere Hinschauen, werden die Bildmotive sichtbar. Je nach Lichtsituation/Sonnenstand ist das Motiv kaum bis sehr gut erkennbar.
Überlagerungen: Die Überlagerten Bilder zeichnen sich durch ihre Vielschichtigkeit aus. Bei den großformatigen Motivüberlagerungen entsteht ein ausbalancierter Motivkampf. Zwei Käfermotive ringen um die Aufmerksamkeit des Betrachters. Je nachdem wie der Betrachter/die Betrachterin auf das Werk blickt – frontal oder kopfüber – gewinnt eines der Motive an Dominanz. Die Motive bewegen sich auf einem feinen, ausbalancierten Übergang zwischen gegenständlicher Erkennbarkeit und abstrakter Auflösung.

Das Motiv: Ich wählte den Käfer als Motiv, um das Thema im Kontext einer persönlichen Geschichte zu erzählen. Als Kind konnte ich mich dafür interessieren stundenlang Insekten zu beobachten und unter die Lupe zu nehmen. Obwohl ich nach wie vor viel Freizeit in der Natur verbringe, musste ich mir eingestehen, dass ich mich von diesem Blick distanziert habe und vieles nicht mehr beachte, das als Kind für Faszination und Staunen gesorgt hätte – meine Sicht auf die Umwelt hat sich verändert.

projekte.
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